zum Inhaltsverzeichnis    vorherige Seite: 2.4 Operation    nächste Seite: 3. Darstellung am Beispiel des Klassendiagramms    zum Literaturverzeichnis




2. Ein Auszug aus der UML-Terminologie




2.5 Assoziation (engl. association)



Definition

Assoziationen repräsentieren Beziehungen (relationsips) 22 Hierbei werden Verbindungen zwischen den Objekten einer Klasse oder mehreren Klassen beschrieben. Bei binären Assoziationen handelt es sich um eine Beziehung zwischen genau zwei Objekten. Als reflexiv bezeichnet man eine Assoziation, wenn eine Verbindung zwischen den Objekten einer Klasse besteht. 23 In der UML gibt es im Grund drei Typen von Assoziationen - die Assoziation selbst, die Aggregation und die Komposition.


Notation 24

Hier steht es dem Entwickler selbst frei, beim Entwurf einen Assoziationsnamen, einen Rollennamen, oder Kardinalitätsrestriktionen (multiplicity) festzulegen. 25


 

Klasse 1

Assoziationsname

 

 

Klasse 2

 

Rolle 1               Rolle 2

 

 


Während die Assoziationsline zunächst nur aussagt, dass sich Objekte der beteiligten Klassen kennen, spezifiziert die Kardinalität wie viele Objekte ein bestimmtes Objekt kennen kann. 26

 

1

 

 

 

   „genau 1“

 

0...1

 

 

 

   „0 bis 1“

 

*

 

 

 

   „0 bis viele“

 

1...*

 

 

 

   „1 bis viele“

 

Bei einer gerichteten Assoziation (uni-directional association) wird die Navigierbarkeit der "einfachen" Assoziationen eingeschränkt, d.h. sie gibt an, in welche Richtung die Beziehung zwischen den Objekten zu lesen ist. 27 Überdies gilt für gerichtete Assoziationen speziell, dass auch hier die Sichtbarkeit der Rolle festgelegt werden kann. Und der Name der Rolle sollte Informationen über die Bedeutung einer Klasse und ihrer Objekte in der Assoziation erteilen. 28

Unter einer Aggregation versteht man eine besondere Assoziation zwischen zwei "... Klassen, in der eine Klasse eine andere enthält." 29

Hingegen ist eine Komposition eine "Aggregation, bei der eine Klasse ein Attribut einer anderen ist." 30




Beispiel für eine gerichtete Assoziation



 

Solist

Spielt ►

1                       1...*

 

Musikinstrument

Musiker              

 


 

Beispiel für eine Aggregation




Beispiel für eine Komposition









zum Seitenanfang




22 vgl. [Rahm 1999: 3/7]
23 vgl. [Balzert 2001: 9]
24 [Oestereich 2002: 61]
25 vgl. [Rahm 1999: 3/7]
26 [Balzert 2001: 10]
27 vgl. [Rahm 1999: 3/8]
28 vgl. [Balzert 2001: 11]
29 [Rahm 1999: 3/11]
30 [Rahm 1999: 3/11]




zum Inhaltsverzeichnis    vorherige Seite: 2.4 Operation    nächste Seite: 3. Darstellung am Beispiel eines Klassendiagramms    zum Literaturverzeichnis